Gleichberechtigung: Der Mann zahlt beim ersten Date – die Frau beim Zweiten

Feminismus, Woman's Day und Co.: Singles stellt sich heutzutage immer mehr die Frage: Dürfen sich selbstbestimmte Frauen, die finanzielle Gleichberechtigung einfordern, noch von Männern zum Essen einladen lassen? Zweisam.de wollte Klarheit bei dieser Frage und hat gemeinsam mit Ipsos 1.000 Männer und Frauen dazu befragt*. Das Ergebnis ist eindeutig: Die klare Mehrheit der Deutschen ist der Ansicht, dass die Zeit der einseitigen Essenseinladungen vorbei ist.

 

Die Frau soll dafür beim zweiten Date zahlen, finden die meisten der Befragten.

Wir wollen beides: Einladen und Gleichberechtigung

Obwohl sich 71 Prozent für Gleichberechtigung bei der Restaurantrechnung aussprechen, bedeutet das nicht, dass die Zeit der Einladungen generell vorbei ist. So spricht sich fast jeder Zweite für einen Kompromiss aus: Frauen dürfen sich zwar vom Mann einladen lassen, aber beim nächsten Date sollte die Frau die Rechnung begleichen. Lediglich ein Viertel der Befragten sagt klipp und klar: Wer bei Gleichberechtigung beim Gehalt ist, sollte sein Essen selbst bezahlen. Eine Minderheit von 17 Prozent möchte sich hingegen nicht vom Kavalier der alten Schule verabschieden und besteht darauf, dass der Mann immer das Portemonnaie zückt, unabhängig davon, ob die Gleichberechtigung beim Gehalt hergestellt ist oder nicht.

Konsens der Geschlechter und Generationen

Man könnte annehmen, dass das Antwortverhalten von Männern und Frauen in der Zweisam.de-Umfrage stark abweicht, doch das ist nicht der Fall. So sind 73 Prozent der Frauen gegen einseitige Einladungen, aber auch 67 Prozent der Männer. Und während 16 Prozent der Frauen den Empfänger der Restaurantrechnung einzig und ausschließlich auf der anderen Seite des Esstischs verorten, sehen sich sogar 18 Prozent der Herren in der Pflicht. Auch die Generationen sind sich prinzipiell einig, dass das klassische „Er zahlt“ Modell der Vergangenheit angehört, hier zeigen die Zahlen kaum Unterschiede.

„Es geht also weniger um die ausgegebenen Euros, als um eine Grundhaltung und Charaktereigenschaft des Mannes“, weiß Dr. Woinoff.

Und wie sollen wir uns jetzt beim Date verhalten?

Wie sollen Singles jetzt mit den Ergebnissen der Studie umgehen? „Beim ersten Date sollte der Mann nach wie vor bezahlen, weil er sich damit als großzügig und nicht geizig darstellen kann“, rät Dr. Stefan Woinoff, Psychotherapeut und Beziehungsexperte bei Zweisam.de. „Es geht also weniger um die ausgegebenen Euros, sondern um eine Grundhaltung und Charaktereigenschaft des Mannes, die er dadurch beweist. Und die Frau, die sich auch einladen lässt, zeigt, dass sie einen Mann mit diesen Eigenschaften attraktiv findet. Bei den folgenden Treffen können beide dann ganz entspannt gemeinsam ausmachen, wer was und wieviel bezahlt.“

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